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Wir machen uns für Familien, Kinder und Jugendliche stark.

Familienarbeitszeit und Familiengeld

Wir wollen, dass Familie und Beruf wirklich miteinander vereinbar sind – und das für beide Elternteile. Wir setzen uns dafür ein, dass eine partnerschaftliche Aufteilung der Kindererziehung möglich ist, ohne den beruflichen Anschluss zu verlieren oder große finanzielle Einbußen in Kauf nehmen zu müssen. Um dieses Ziel zu verwirklichen, werden wir die Familienarbeitszeit einführen.

Wenn beide Eltern ihre Arbeitszeit partnerschaftlich aufteilen, erhalten sie dann das Familiengeld. Dieses wird 24 Monate lang gezahlt und beträgt monatlich jeweils 150 Euro pro Elternteil. Bedingung für seinen Bezug ist, dass beide Eltern jeweils 75 Prozent bis 90 Prozent der jeweiligen Vollzeit tätig sind. Je nach Tarifvertrag oder Betrieb entspricht das einer Arbeitszeit von 26 bis 36 Wochenstunden.

Auch wer Angehörige pflegt, braucht genügend Zeit für Zuwendung und häufig finanzielle Unterstützung. Deshalb werden wir pflegenden Angehörigen die Möglichkeit geben, ihre Arbeitszeit für drei Monate ganz oder zum Teil zu reduzieren. Während dieser Zeit erhalten sie finanzielle Unterstützung vom Staat, die sich in der Höhe am Elterngeld orientiert. Wenn der Zeitraum der Pflege darüber hinausgeht, erhalten sie unter den bereits genannten Bedingungen das Familiengeld für Pflege.

Kinderrechte stärken, Kinderarmut bekämpfen

Kinder sind eigene Persönlichkeiten und haben eigene Rechte. Damit der Staat die Interessen von Kindern künftig mit Vorrang berücksichtigt, wann immer sie betroffen sind, werden wir die Kinderrechte im Grundgesetz verankern. Ganz besonders wichtig ist uns dabei das Recht aller Kinder, ohne Gewalt aufzuwachsen, ganz besonders ohne sexualisierte Gewalt. Deshalb werden wir die bestehenden Betreuungs- und Hilfsangebote ausweiten und für einen wirksamen Jugendmedienschutz sorgen.

Ein reiches Land wie Deutschland darf sich keine Kinderarmut leisten. Denn häufig entscheiden die finanziellen Mittel der Eltern über den Zugang zu Bildung, Kultur und Sport – und damit über die Zukunftschancen für Kinder. Daher werden wir sowohl finanzielle und berufliche Position von Eltern stärken als auch direkt die Teilhabechancen von Kindern verbessern. Wir werden daher ein nach Kinderzahl und Einkommen gestaffeltes Kindergeld einführen.

Eine eigenständige Jugendpolitik

Unser Leitbild in der Jugendpolitik lautet: Alle jungen Menschen müssen ihren eigenen Weg gehen, Freiräume haben und ein selbstbestimmtes Leben führen können. Wir wollen in einem breiten Diskurs unsere jugendpolitische Gesamtstrategie gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und ihren Verbänden weiterentwickeln. Mit einem gesetzlich verankerten „Jugend-Check“ werden wir zudem künftig alle politischen Maßnahmen auf ihre konkrete Wirkung für junge Menschen überprüfen. Doch junge Menschen sollen in einer Demokratie auch direkt mitentscheiden. Daher wollen wir das Wahlalter bei Bundestagswahlen und bei den Wahlen zum Europäischen Parlament auf 16 Jahre absenken.

Um Jugendlichen einen guten Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen, tragen wir Sorge dafür, dass Bildungs- und Ausbildungschancen nicht vom Wohnort der Eltern abhängen. Um sichere Zukunftsperspektiven zu schaffen, geben wir nach dem Ende der Schulzeit eine Ausbildungsgarantie. Doch auch nach der Ausbildung wollen wir mehr Sicherheit für junge Menschen und führen eine Ankündigungsfrist für Arbeitgeber ein, wenn sie Auszubildende nach der Ausbildung nicht übernehmen.