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Wir stehen für gute Arbeit und eine moderne Ausbildung.

Ich will, dass Leistung, Wohlstand und Chancen ausgewogen verteilt werden. Ich will eine gerechte Gesellschaft. Politik muss reagieren auf die Umbrüche der Zeit: den demografischen Wandel, die digitale Revolution, die veränderten Arbeitszeiten.

Gute Arbeit

Unseren Wohlstand – heute und in Zukunft – haben wir den arbeitenden Menschen in unserem Land zu verdanken. Es ist eine Frage des Respekts, dass jede und jeder von seiner Arbeit und gut leben können muss. Hier hat die SPD mit ihrem Kampf für einen flächendeckenden Mindestlohn einen wichtigen Etappensieg errungen, an den wir anknüpfen werden. Wir wollen einen Pakt für anständige Löhne und eine stärkere Tarifbindung. Denn Voraussetzung für gute Löhne und gute Arbeitsbedingungen in allen Branchen sind starke Gewerkschaften und eine hohe Tarifbindung.

Respekt bedeutet aber auch sichere Arbeit. Befristete Verträge verunsichern Frauen und Männer, daher schaffen wir die sachgrundlose Befristung ab. Wir werden unbefristete Arbeit, tariflich bezahlt und mit guten Arbeitsbedingungen wieder zum Normalfall machen!

Aber es bleibt weiterhin viel zu tun, und es ist Zeit für neue Wege. Für eine Arbeit, die ins Leben passt, mit fairen Arbeitsbedingungen und genug Raum für Engagement für Familie und Gesellschaft. Digitalisierung und Arbeit 4.0 gehören unweigerlich zur Zukunft der Arbeit. Aber für mich und die SPD steht fest: Der Mensch muss im Mittelpunkt bleiben. Und deshalb muss Arbeit ins und zum Leben passen – und nicht umgekehrt. Es ist eine politische Aufgabe, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, ohne ihre Risiken zu vergessen. Deshalb wollen wir in enger Abstimmung mit den Gewerkschaften und Unternehmen ein Wahlarbeitszeitgesetz auf den Weg bringen, das Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine selbstbestimmte Arbeitszeitgestaltung ermöglicht. Konkret bedeutet das

  • ein Recht auf mehr Wahlmöglichkeiten bei Arbeitszeit und Arbeitsort, sofern betriebliche Belange nicht entgegenstehen,
  • stärkere Anreize zur Nutzung von Langzeitarbeitskonten, die es ermöglichen, mehr in intensiven Arbeitsstunden „anzusparen“, die zu einem späteren Zeitpunkt wieder eingelöst werden können, z.B. um mehr Zeit für die Familie zu haben,
  • das Recht nach einer Phase der freiwilligen Teilzeitarbeit auf die frühere Arbeitszeit zurückzukehren. Vor allem Frauen sind von der sogenannten Teilzeitfalle betroffen. Dies wirkt sich vor allem bei der Rente aus. Wir werden ihnen die Möglichkeit geben, die Planung über Karriere und Berufsleben selbst in der Hand zu behalten sowie
  • finanzielle Unterstützung für Beschäftigte in bestimmten Lebensphasen sowie Anreize für Unternehmen betriebliche Wahlarbeitszeitkonzepte zu entwickeln.

Doch auch wer seinen Job verliert, kann auf die SPD zählen. Wir werden die Agentur für Arbeit zu einer Agentur für Arbeit und Weiterbildung ausbauen. Sie wird in Zukunft Weiterbildungen fördern, wenn nach drei Monaten Arbeitslosigkeit keine neue Stelle vermittelt werden konnte – unabhängig davon wie alt jemand ist. Während dieser Zeit erhalten Arbeitslose das neue Arbeitslosengeld Q. Das motiviert und macht Mut, sich neuen Aufgaben zu stellen und sich dafür weiterzubilden.

Moderne Ausbildung und Berufsbildung

Nach der Schule werden die Weichen neu gestellt. Dabei ist der Einstieg in Ausbildung und Arbeit ausschlaggebend. Die Berufsschulen sind entscheidend für die Qualität der dualen Ausbildung. Mit einem Berufsschulpakt wollen wir ihre Ausstattung modernisieren. Wir sorgen dafür, dass genügend gute Lehrkräfte zur Verfügung stehen. Die Auszubildenden brauchen zudem eine angemessene Mindestvergütung.

Zudem brauchen wir in unserer arbeitsteiligen Gesellschaft einen guten Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Dabei gilt: Akademische und berufliche Bildung sind gleichwertig. Wir wollen sie durch mehr Durchlässigkeit in beide Richtungen miteinander verknüpfen. Duale Studiengänge sind eine gelungene Form, berufliche und akademische Bildung miteinander zu verbinden. Wir werden sie bundesweit vergleichbarer machen und gemeinsam mit den Ländern und den Hochschulen Qualitätskriterien definieren.

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz – das BAföG – ist neben der Gebührenfreiheit das wichtigste Instrument für mehr Chancengleichheit in der Bildung. Wir werden daher die Leistungen verbessern, die Förderung stärker auf neue Lebenssituationen ausrichten und das BAföG dem Bedarf entsprechend erhöhen.